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Ratgeber Akkus im Betrieb

Akkus in Handwerk und Werkstatt: Akkuwerkzeuge laden, lagern und transportieren

In Werkstätten und auf Baustellen sind Akkuwerkzeuge Alltag – und Ladegeräte laufen oft dort, wo auch Holz, Verpackung oder Lösemittel stehen. Hier lesen Sie, was für Werkstatt, Baucontainer und Fahrzeug gilt.

  • Werkstätten mit erhöhter Brandgefährdung
  • Baustelle und Baucontainer
  • Frost und Transport
  • Prüffristen für Ladegeräte

Zum InhaltAkku-Schränke

Akku-Ladeschrank Typ 90 zum Unterbau, 59 cm breit – asecos ION-CHARGE-90 – Produktfoto asecos

Das Wichtigste in Kürze (Stand 25.10.2026)

  • Kfz- und Elektrowerkstätten, Tischlereien und Metallverarbeitung nennt die ASR A2.2 als Beispiele für Arbeitsstätten mit erhöhter Brandgefährdung – Akkus und Ladegeräte kommen dort zu den vorhandenen Brandlasten hinzu.
  • Akkus nicht unter 0 °C laden und kalte Akkus erst auf Raumtemperatur kommen lassen (DGUV Information 205-041); auf Baustellen im Winter ist das ein häufiger Fehler.
  • Für Ladegeräte auf Baustellen nennen die Durchführungsanweisungen zur DGUV Vorschrift 3 einen Prüf-Richtwert von 3 Monaten, für Werkstätten höchstens 1 Jahr.
  • Mechanische Einwirkung wie Stürze oder das Rütteln im Fahrzeug kann Akkus beschädigen; beschädigte Akkus sofort aussortieren (DGUV Information 205-041).
  • Laden nur an festen Ladeplätzen ohne Brandlasten, nicht zwischen Holz, Verpackung oder Lösemitteln; unbeaufsichtigt nur im Sicherheitsschrank oder mit Brandmeldeanlage.

Warum Werkstätten besonders achtgeben müssen

Weil viele Werkstätten schon ohne Akkus als Bereiche mit erhöhter Brandgefährdung gelten. Die ASR A2.2 nennt im Handwerk unter anderem Kfz-Werkstatt, Elektrowerkstatt, Tischlerei und Schreinerei, Polsterei und Metallverarbeitung (Tabelle 4). Dort sind über die Grundausstattung hinaus zusätzliche Maßnahmen nötig, etwa Brandmeldeanlagen oder mehr Feuerlöscher (ASR A2.2 Nr. 6).

Akkus und Ladegeräte gehören deshalb nicht neben Holz, Späne, Verpackung, Polstermaterial oder Lösemittel. Akkus gelten als mögliche Zündquelle und sollen nicht mit Gefahrstoffen und brennbaren Stoffen zusammen gelagert werden (DGUV Information 205-041 Kap. 6.5).

Akkuwerkzeuge in der Werkstatt laden

  • Einen festen Ladeplatz bestimmen: nichtbrennbare Unterlage, trocken und staubfrei, ohne Brandlasten in der Nähe (DGUV 205-041 Kap. 4.4).
  • Nur das Ladegerät des Werkzeugherstellers verwenden, Ladegeräte nicht abdecken und nicht an Mehrfachsteckdosen betreiben (Kap. 4.4; VdS 3471 Nr. 11 j).
  • Ohne Brandmeldeanlage den Ladevorgang beaufsichtigen und zum Betriebsschluss beenden (VBG-Fachinformation) – oder im Akku-Ladeschrank laden.
  • Nach dem Einsatz Akkus vom Werkzeug trennen, damit kein Reststrom sie tiefentlädt (VBG-Fachinformation).

Ratgeber: Akkus im Betrieb laden

Akkus auf der Baustelle und im Baucontainer

Die Grundausstattung mit Feuerlöschern nach ASR A2.2 gilt auf Baustellen für stationäre Baustelleneinrichtungen wie Baubüros, Unterkünfte oder Werkstätten (Nr. 8 Abs. 1) – also genau dort, wo typischerweise geladen wird. Baucontainer sind klein und oft voll mit brennbarem Material; ein fester Ladeplatz mit Abstand oder ein Ladeschrank ist hier besonders wichtig.

  • Nicht unter 0 °C laden, kalte Akkus erst auf Raumtemperatur kommen lassen (DGUV 205-041 Kap. 4.4); die VBG rät von Schnellladung unter 5 °C ab.
  • Akkus vor Frost schützen (VdS 3471 Nr. 11 g) und Ladegeräte nur im Trockenen betreiben.
  • Ladegeräte als ortsveränderliche Betriebsmittel prüfen: Richtwert auf Baustellen 3 Monate, bei geringer Fehlerquote höchstens 1 Jahr (DGUV Vorschrift 3, Durchführungsanweisungen Tab. 1B).

Akkus im Fahrzeug transportieren

Akkus können durch Stöße, Stürze oder das Rütteln im Laderaum beschädigt werden; Kontakte dürfen nicht durch Werkzeug, Schrauben oder Schlüssel überbrückt werden (DGUV Information 205-041 Kap. 4.3). Akkus deshalb fest verstaut, mit Polschutz und getrennt von losen Metallteilen transportieren; die DGUV nennt Polkappen und Innenverpackungen als Kurzschlussschutz (Kap. 5).

Akkus, die heruntergefallen sind, heiß wurden oder sich verformt haben, gelten als gestört und gehören an einen sicheren Ort ohne Brandlasten, nicht zurück ins Fahrzeug (DGUV FBFHB-018).

Akkus tauschen und reparieren

Beim Ein- und Ausbau stehen Akkus unter Spannung; das ist Arbeiten unter Spannung nach DGUV Vorschrift 3 bzw. 4, mit Gesichtsschutz und geeignetem Werkzeug (DGUV 205-041 Kap. 4.5; DGUV Regel 103-011). Akkus selbst dürfen nicht geöffnet oder „repariert“ werden (Kap. 4.3). Defekte und Akkus mit unbekanntem Zustand brauchen einen Quarantäne-Platz.

Ratgeber: Aufgeblähter oder beschädigter Akku

Was sich in Werkstätten bewährt

Ein Akku-Ladeschrank an zentraler Stelle bündelt das Laden aller Werkzeugakkus, hält Brandlasten fern und meldet Rauch über den Alarmkontakt. Für kleine Werkstätten oder unter der Werkbank gibt es Unterbau-Ladeschränke. Die Akku-Schränke der asecos ION-LINE haben 90 Minuten Feuerwiderstand und Steckdosenleisten (bei den Modellen im Shop bis 3,68 kW).

Akku-Ladeschränke · Ratgeber: Akku-Schrank auswählen

Fragen zu Ihrem Fall? Rufen Sie uns an: 0761 / 384 96 12-0 oder schreiben Sie an info (at) team3-gmbh.de.

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Häufige Fragen zu Akkus in Handwerk und Werkstatt

Darf ich Akkuwerkzeuge über Nacht in der Werkstatt laden?

Die VBG rät, ohne Brandmeldeanlage zum Betriebsschluss den Ladevorgang zu beenden; die Versicherer raten von unbeaufsichtigtem Laden ab oder empfehlen dafür einen Sicherheitsschrank bzw. eine Brandmeldeanlage.

Wie oft müssen Ladegeräte auf der Baustelle geprüft werden?

Die Frist legt der Arbeitgeber fest; die DGUV Vorschrift 3 nennt für ortsveränderliche Betriebsmittel auf Baustellen einen Richtwert von 3 Monaten, bei geringer Fehlerquote höchstens 1 Jahr.

Darf man Akkus bei Frost laden?

Nein. Die DGUV nennt 0 °C als Untergrenze und rät, kalte Akkus vor dem Laden auf Raumtemperatur zu bringen; die VBG rät von Schnellladung unter 5 °C ab.

Ist eine Werkstatt ein Bereich mit erhöhter Brandgefährdung?

Die ASR A2.2 nennt unter anderem Kfz- und Elektrowerkstätten, Tischlereien und Metallverarbeitung als Beispiele; entschieden wird in der Gefährdungsbeurteilung. Viele Akkus können die Einstufung zusätzlich begründen.

Quellen: ASR A2.2 Maßnahmen gegen Brände (BAuA), DGUV Information 205-041 (Februar 2024), DGUV FBFHB-018 (Juni 2020), VBG-Fachinformation Lithium-Ionen-Akkus (04/2021), VdS 3471 Ladestationen für Elektrostraßenfahrzeuge (2021-02), DGUV Vorschrift 3 mit Durchführungsanweisungen. Stand der Angaben: Oktober 2026. Die Seite fasst Regeln und Empfehlungen in eigenen Worten zusammen und ersetzt nicht die Originaltexte; im Einzelfall entscheiden Gefährdungsbeurteilung, Sachversicherer und zuständige Behörde.

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